Einer Beisetzung in einem Friedwald oder einem Ruheforst geht immer eine Verbrennung des Verstorbenen voraus. Die Asche des Verstorbenen wird in einer speziellen Biourne, die sich innerhalb von einigen Monaten zersetzt, am Fuße eines Baumes beigesetzt. An dem Baum kann eine kleine Tafel mit dem Namen des Verstorbenen angebracht werden. Vor der Beisetzung kann, wie bei jeder anderen Beisetzungsart, eine Gedenkfeier in einer Feierhalle des Friedhofes durchgeführt werden. Es ist auch möglich, im RuheForst auf dem Andachtsplatz dem Verstorbenen mit einigen Abschiedsworten zu gedenken. Besonders sehr naturverbundene Menschen wählen diese Art der
Beisetzung.
Das Wissen, dass die Asche in den Kreislauf der Natur
übergeht und der Verstorbene in dem Baum weiterlebt, hat etwas
besonders Tröstliches. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Die
Angehörigen haben die Möglichkeit, einen bestimmten Ort aufzusuchen und
dem Verstorbenen in der Stille des Waldes, die nur vom Gesang der
Vögel, dem Rauschen des Windes in den Bäumen oder dem Rascheln eines
Igels im Laub unterbrochen wird, zu gedenken und um ihn zu trauern.